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Home Für Besucher Rückblick 2009 Technik- und Produkttrends |
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Technik- und Produkttrends |
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Warum
ist alkoholfreies Bier in? Macht PLA PET den Rang streitig? Treibt die Sonne
künftig auch die Getränkeindustrie an? Und was „sagt“ uns das Etikett der Zukunft?
Diese Fragen und mehr beantworten die wir Ihnen bereits vor Messebeginn mit den folgenden Beiträgen. Lassen
Sie sich inspirieren und träumen Sie schon mal von Ihrem Besuch auf der
drinktec 2009.
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| Alkoholfreies Bier trifft den Zeitgeist |
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Während der Absatz der
Bayerischen Brauereien im ersten Halbjahr 2009 um 4,1 % zurückging, legte
Alkoholfreies Bier (AfB) um 9 % zu. Und das ausgerechnet in Bayern, dem
„Mutterland“ des Bieres! Bahnt sich da etwa eine „Kulturrevolution“ an? In
gewisser Weise schon, denn: AfB trifft in vielerlei Hinsicht den aktuellen
Zeitgeist, unter anderem ist es das einzige herb schmeckende Sportgetränk. AfB ist kalorienreduziert, isotonisch,
hat ein fast perfektes Spektrum an komplexen Sportzuckern, Aminosäuren sowie
Mineralien und besteht zu weit über 90 Prozent aus reinstem Wasser - aus Sicht
des Sportlers das ideale Getränk zur Regeneration und Rehydration. Zu beachten
ist lediglich der hohe Kaliumgehalt, der bei fehlender Natriumzufuhr entwässernd
wirkt. Eine Salzbrezel zum AfB ist nach einem schweißtreibenden Training oder
Wettkampf also empfehlenswert. Übrigens gilt das für andere Sportgetränke auch
– die gute alte Priese Salz in die Trinkflasche ist noch immer so richtig wie
wichtig. Das sind aber nicht die einzigen
Faktoren, die AfB als Sportgetränk besonders machen: Es ist auch
magenfreundlich durch einen vergleichsweise hohen pH-Wert sowie den moderaten
Kohlensäuregehalt. Dann der Hopfen, der entspannt und damit die Regeneration
fördert. Und nicht zuletzt lassen sich herbe Getränke in größeren Mengen zu
sich nehmen. All das unterstützt die eigentliche Hauptaufgabe eines
Sportgetränks - die Zuführung von Wasser und Nährstoffen. Zur Produktion diese sportlichen „Tausendsassas“
gibt es zwei Wege: Der eine ist das nachträgliche Entfernen des Alkohols aus
einem vergorenen Bier. Spezifisch abgetrennt werden kann der Alkohol durch
schonende weil mit niedrigen Temperaturen arbeitenden Destillations- oder
Membranverfahren. Hier sind sogar 0,0 Vol%-Biere möglich. Der zweite Weg ist
die gestoppte Gärung, bei der der Brauer nur die zulässige geringe Alkoholmenge
entstehen lässt. Allerdings bleibt - egal welches
Herstellungsverfahren eingesetzt wird – eins immer gleich: Kein AfB kann wie
das alkoholhaltige Original schmecken. Aber warum auch, denn es ist eben nicht
das „Soja-Plagiat“, sondern eine eigenständige Produktgattung: Es ist die
einzige herbe Antwort auf die ganzen süßen Sport- und Erfrischungsgetränke. Um den Geschmack von Bier geht es auch auf der drinktec 2009 –
bei den
Verköstigungen von Karl Schiffner,
Weltmeister der Biersommeliers (am 15., 16. und 17. September jeweils
von 11.30 bis 14.00 Uhr und von 16.00 bis 17.30 Uhr in der
drinktec-Lounge in
Halle B1) ebenso wie bei den Vorträgen im Forum 2 der Halle
B1. „Neues für den Brauprozess“ lautet dort ein
Themenblock am Mittwoch, 16. September. |
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| Bio ist in – auch bei der Verpackung |
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Der umweltbewusste
Verbraucher greift gerne zu Bio. Auch und gerade bei der Verpackung.
Zumal
allgemein bekannt ist, dass alle heute gängigen Kunststoffe ihre
Entstehung einer Quelle verdanken, die früher oder
später
versiegen wird: Erdöl. Deshalb setzt man auch im Verpackungssektor
auf regenerative
Werkstoffe. Der Markt für Biokunststoffe, die aus nachwachsenden
Rohstoffen wie Weizen, Mais oder Zuckerrohr gewonnen werden, steigt jährlich um
20 bis 30 Prozent. Inzwischen sind auch die ersten Biobehälter bei stillen
Getränken oder bei der Verarbeitung von flüssigen Lebensmitteln präsent. Hier
ist vor allem der Werkstoff Polymilchsäure (PLA) zu nennen, da seine
Eigenschaften denen von PET ähneln. Und damit hat PLA reichlich
Wachstumspotenzial, denn allein 2009 sollen nicht weniger als 350 Milliarden
PET-Behälter weltweit produziert werden. Inwieweit PLA eine ernsthafte
Alternative zu PET werden kann, erfahren drinktec-Besucher auf der 2. PLA
Bottle Conference am 14. und 15. September Der zweite große Markt neben den
Behältern sind Verpackungsfolien. Auch hier gibt es interessante Entwicklungen:
In einem EU-Forschungsprojekt werden beispielsweise neuartige flexible Papiere
mit einer Multilayerstruktur vollständig aus nachwachsenden Rohstoffen
entwickelt. Das Fraunhofer IVV, Freising, steuert dazu spezielle Verfahren bei,
um die Wasserdampf- und Sauerstoffbarriere des vorbeschichteten Papiers zu
verbessern. Zusätzlich werden antimikrobielle Beschichtungen erarbeitet. In
einem dieser Materialien wird Molkeprotein verarbeitet, es erhält so
hervorragende Barriereeigenschaften gegenüber Sauerstoff und Feuchtigkeit.
Außerdem werden die in Molke natürlich enthaltenen antimikrobiellen
Inhaltsstoffe genutzt, um die Haltbarkeit von Lebensmitteln zu verlängern. Zum
Abschluss aber noch etwas ganz Grundlegenden: Viele Biokunststoffe gelten als
kompostierbar, doch stimmt das nur bedingt. Die meisten verrotten nur langsam
oder müssen dazu erhitzt werden, was wiederum in der Öko-Bilanz negativ zu
Buche schlägt. Außerdem sind sie als Werkstoff schlicht zu wertvoll, um sie nur
einmal einzusetzen. Recycling ist und bleibt also das nächste große
Zukunftsfeld. Wer wissen will, was in diesem Bereich heute und morgen möglich
ist, für den gibt es im September ebenfalls nur ein Reiseziel - die drinktec 2009 in München. |
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| Die Sonne als Energielieferant |
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Einige Jahrzehnte sollen die
weltweiten Energiereserven bei Erdöl, Erdgas und Uran noch ausreichen,
lediglich bei Kohle wird von Jahrhunderten gesprochen. Deshalb müssen sich auch
Getränke- und Lebensmittehersteller mit ihren energieintensiven Produkten nach
alternativen Energieträgern umsehen. Eine Schlüsselrolle im zukünftigen
Energiemix wird der Sonne zukommen. Die Sonne als dauerhaften
Energielieferanten zu nutzen, ist auch in Ländern wie Deutschland wirtschaftlich
sinnvoll. Das zeigt der moderne Wohnungsbau, bei dem es heute Stand der Technik
ist, den Wärmebedarf erstens zu reduzieren und diesen zweitens durch solare
Systeme soweit es geht zu decken. Exakt dasselbe gilt für den industriellen
Einsatz. Vor allem, wenn die neuste Kollektortechnik eingesetzt wird.
Mit
dieser ergibt sich zum Beispiel am Standort Würzburg ein
Kollektorertrag von
rund 400 kWh/m²a und ein Prozesswasser von 140 °C. Zum
Vergleich: Die im
Hausbau zumeist verwendeten Flachkollektoren liefern rund 200 kWh/m2a
und eine maximale Heißwassertemperatur von zirka 70 °C.
Dieses heiße
Prozesswasser wird in einem isolierten Tank gespeichert und
für die einzelnen „Verbraucher“ (Maischbottich,
Flaschenwaschmaschine) genutzt. Rund 50 Prozent der gesamten
thermischen
Jahresenergie selbst einer Brauerei, in der ja viel gekocht werden
muss, können
so mit Hilfe der Sonne gedeckt werden. Nahe liegend und sinnvoll ist weiterhin
die Erzeugung der Prozesskälte. Dies ist technisch durch Absorptionskälteanlagen
realisierbar, welche mit solarthermisch erzeugtem Heißwasser angetrieben
werden. Mach einer kennt diese Kälte-Erzeuger von Campingkühlschränken, die mit einer Gasflamme
betriebenen werden. Und was
ist, wenn die Sonne mal nicht scheint? Auch dann lautet die Lösung solar: Denn
auch die regionalen Hackschnitzel oder aber das aus Biomasse entstehende Biogas
sind nichts anderes als gespeicherte Sonnenenergie. Und die kann jederzeit
wieder in Prozesswärme umgewandelt werden. Wie das nachhaltig möglich ist, auch
darüber wird man sich auf der drinktec 2009 informieren können,
beispielsweise im Themenblock „Ressource Wasser“ des Forenprogramms. |
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| Smart Packages – zwischen Fiktion und Realität |
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In seinem SiFi-Film
„Minority Report“ zeigt Steven Spielberg bedruckte Cornflakes-Verpackungen, auf
deren Oberseite Trickfilme abgespielt werden. Noch ist das Zukunftsmusik, der
Film spielt im Jahre 2054. Aber der Realitätsbezug, die technische Machbarkeit
ist längst in Reichweite. „Smart Packages", die uns
Verbrauchern Zusatzinformationen in verschiedenen Sprachen liefern,
sehbehinderten Patienten den Beipackzettel vorlesen oder auf gedruckten
Folien-Bildschirmen ein Werbespot ablaufen lassen. Der Weg zu dieser Elektronik
ist technologisch abgesteckt – sie wird mit intelligenter Tinte gedruckt
werden. Die Leiterbahnen und Bauelemente bestehen dabei aus organischen
Polymeren, die in einer flüssigen Phase gelöst und somit auf einem Art
Tintenstrahldrucker verarbeitbar sind. Das erklärte Ziel der Entwickler lautet
hier, einen solchen Chip für die Anwendung in den Massensegmenten der
Getränkeindustrie für unter einem 1 Cent anbieten zu können. Und das soll
bereits in wenigen Jahren Tatsache sein. Diese gedruckten RFID-Etiketten werden
dann unter anderem die Temperatur lückenlos überwachen sowie Daten speichern
und übermitteln. Aber nicht nur passive Datenspeicher, sondern auch mit
Tintenstrahldruck gefertigte aktive elektronische Schaltungen aus Transistoren,
Widerständen, Leuchtdioden und Kondensatoren stehen an der Schwelle zur
großindustriellen Fertigung. Angedacht ist sogar die Energieversorgung aus
gedruckten Batterien oder Solarzellen. Das ist der Schlüssel zu animierten
Bildern oder Werbejingles. Die gedruckte Elektronik eröffnet
faszinierende Potenziale: Nach einem Bericht des Marktforschungsunternehmens
NanoMarkets wird das Marktvolumen für elektronische Tinten und
Substrat-Materialien, die bei der Herstellung gedruckter Elektronik verwendet
werden, von den 1,1 Mrd. Dollar des Jahres 2008 bis 2015 auf mehr als 11,5 Mrd.
Dollar wachsen. Und wenn Visionen schon in Geld bewertet werden, zeigt das eines
überdeutlich: Die smarte Zukunft hat längst schon begonnen. Welche
Innovationen der globale Verpackungsmarkt noch bereithält, das zeigt ab dem 14.
September die drinktec 2009 in
München, die Weltmesse Nr. 1 für Getränke- und Liquid Food-Technologie. |
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| Wenn Bier nach Lakritze riecht… |
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Riecht Ihr Bier nach Banane,
Gewürznelke oder Lakritze? Ja? Dann erschrecken Sie nicht. Sie können Ihrer
Nase ruhig trauen. Denn exakt diese Nuancen sind im fertigen Produkt zu riechen
und zu schmecken. Für jeden. Garantiert. Lernen Sie also eines der
facettenreichsten Genussmittel dieser Welt kennen. Auf der drinktec. Mit einem
Weltmeister. Ausgangspunkt dieser Sinnesreise ist die
Seele eines jeden Bieres - das Malz. Hier gilt die Regel: Je mehr davon im Brauwasser
gelöst wird, desto höher ist die so genannte Stammwürze und damit auch die
Vollmundigkeit. Zusätzlich bringt Malz Farbe und ganz spezielle Aromen ins
Spiel. Diese reichen von der süßen Karamell-Note, die an Block-Malz erinnert, bis
zu Röstaromen wie Lakritze, Schokolade oder Kaffee. Auch Hopfen bietet pure Vielfalt, denn
das „Grüne Gold“ macht längst nicht nur bitter. Ganz grob wird zwischen einem
so genannten Bitterhopfen und einem Aromahopfen unterschieden. Bei Bittersorten
ist die Hopfenblume im Bier eher dezent, die „gefühlte“ Bittere allerdings
deutlich stärker als bei einem Aromahopfen. Dieser riecht dagegen frisch
würzig, zum Teil sind sogar Zitrusaromen dabei, die Bittere ist angenehm weich. Bleibt als letzter Aromageber die Hefe,
von der es unter- beziehungsweise obergärige Stämme gibt. Weizenbiere, die
entweder nach Gewürznelke oder reifen Bananen riechen, sind typische Resultate
obergäriger Hefen. Untergärige Hefen sorgen für eher weniger starke Aromen, die
beispielsweise die optimale Plattform für hopfenbetonte Biere sind. Aber auch
hier keine Regel ohne Ausnahme. Untergärige Starkbiere erhalten nach einer
langen Lagerung Fruchtnoten wie Apfel oder Brombeere. Kurz: Probieren Sie das Erlebnis Bierverkostung
doch einfach mal aus, es lohnt sich allemal. Etwa 8.000 Inhaltsstoffe gilt es
im Bier zu entdecken. Zum Vergleich: Rotwein hat „nur“ 1.200. Die ideale
Plattform für den Eintritt in diese faszinierende Welt ist die drinktec 2009, denn die bietet nicht
nur herausragende Technologien, sondern auch Sensorikseminare mit niemand
geringerem als Karl Schiffner, dem aktuellen Weltmeister der Biersommeliers.
Und zwar am 15., 16. und 17. September jeweils von 11.30 bis 14.00 Uhr und von
16.00 bis 17.30 Uhr in der drinktec-Lounge in Halle B1. |
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| ESL – Innovation oder Mogelpackung? |
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ESL-Milch hat die
altbekannte Frischmilch bereits aus vielen Kühlregalen verdrängt. Für die einen
ein eindeutiges Signal dafür, dass der Konsument die Milch akzeptiert. Nein,
sagen die anderen: Mit ESL optimieren Handel und Industrie nur ihre „Margen.“
Was aber stimmt nun? ESL steht für „Extended Shelf Live."
Dahinter verbirgt sich die Tatsache, dass eine ESL-Milch gekühlt etwa drei
Wochen haltbar ist, während die normal pasteurisierte Frischmilch meist nach
einer Woche sauer wird. Dafür verantwortlich sind Bakterien-Sporen, die bei den
üblichen Pasteurisatinonsbedingungen nicht abgetötet werden und eher früher als
später auskeimen. ESL reduziert exakt diese Bakteriensporen und verlängert so
die Haltbarkeit. Auf ganz verschiedenen Wegen. Beim am häufigsten eingesetzten
VTIS-Verfahren wird die Milch in Bruchteilen von Sekunden mit einer
Dampfinjektion auf 127 Grad erhitzt und verbleibt etwa zwei Sekunden auf dieser
Temperatur. Zum Vergleich: Bei der Pasteurisation wird für 30 Sekunden auf 72
bis 75 Grad erhitzt. Und bei H-Milch mit dem bekannten Kochgeschmack sind es drei
Sekunden bei 150 Grad. Die beiden anderen Verfahren setzen auf
die mechanische Abtrennung der Bakterien und Sporen mittels Membranfiltration
bzw. Zentrifugation. Zwar werden auch hier einzelne Fraktionen der Milch zur
Sicherheit länger erhitzt, doch sind diese mengenmäßig so klein, dass sie
keinen Kochgeschmack auf das Endprodukt übertragen können. Bei allen diesen drei ESL-Verfahren verändert
sich der Nährwert der Milch nachweislich nicht wesentlich. Gleiches gilt für
den Geschmack. Weil: Die Hitzebelastung ist bei ESL-Milch nicht viel höher als
bei der klassischen Pasteurisation. Aus qualitativer Sicht viel entscheidender
ist die längere Haltbarkeit: So ist eine ganze Reihe von Vitaminen sehr
lichtempfindlich. Die Lichtmenge, der eine Milch bei der Gewinnung beim
Landwirt, dann bei der Verarbeitung in der Molkerei und später bei der Lagerung
in der Küche ausgesetzt ist, hat damit mehr Einfluss auf die Produktqualität
als das ESL-Verfahren selbst. Übrigens:
Die technologische Antwort auf diesen und alle anderen aktuellen Trends bei der
Produktion und Abfüllung von Milchprodukten werden auf der drinktec 2009 in München gezeigt. |
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| Auf die Farben kommt es an |
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Wenn Etikett und/oder
Verpackung in der Zeitspanne eines Wimpernschlags nicht überzeugen, bleibt das
Produkt im Regal - der Konsument lässt sich bei seiner Entscheidung im Schnitt
keine zwei Sekunden Zeit. Die Kunst liegt mithin in der schnellen
Informationsvermittlung. Diese geschieht über das gedruckte Wort genauso wie
über den eher subtilen, auf Gefühlen basierenden Weg - mittels Farben. Farbe wird beim Etiketten- und
Verpakungsdesign gezielt als Informationsträger eingesetzt. Sie soll im
Kommunikationsprozess eine Botschaft zum Empfänger transportieren, sie erlebbar
machen, mit einer angenehmen Emotion verknüpfen. Für Seriosität und Sicherheit
eignen sich beispielsweise Grün- und Blautöne in Kombination mit Grau oder
Schwarz. Starke Aufmerksamkeit erregen hingegen kräftige Rot- und Gelbtöne.
Weiß wiederum steht für Frische, zudem wirken Etikett und Verpackung dadurch
größer bzw. voluminöser. Zudem gibt es Faktoren, die unabhängig
vom gewählten Farbton sind, aber zusätzliche Botschaften transportieren. So
wirken helle Farben leicht und freundlich, dunkle dagegen düster; reine,
gesättigte Farbtöne wirken dominant und entsättigte Farbtöne zurückhaltend;
zarte Farben vermitteln den Eindruck von Empfindlichkeit, warme Farben schaffen
Nähe, kalte Farben schaffen Distanz, einzelne Farben schaffen Ordnung und
Übersicht und viele Farben verwirren. Zusätzlich muss die Farbe zur Zielgruppe
passen. Jugendliche Skater lassen sich durch andere Farben überzeugen als
wellnessorientierte „Best agers.“ Es ist also wichtig, dass für den Empfänger
Farben und Botschaft stimmig sind und zur Marke und derem Hersteller passen.
Sonst ist das Produkt für den Betrachter unglaubwürdig – was Misstrauen hervorruft.
Und dieses Produkt bleibt dann ganz sicher im Regal. Aus diesem Grund sollten
sich alle Beteiligten vor jeder kreativen Entscheidung auch unbedingt die
beiden goldenen Regeln des Verpackungsdesigns immer wieder ganz bewusst ins
Gedächtnis rufen, die da lauten: Weniger ist mehr und möglichst viel hilft
meist ganz wenig. Wer wissen will, welche Grundregeln in der Welt der
Getränke- und Liquid-Food-Verpackung sonst noch gelten, der darf sich die drinktec 2009 auf keinen Fall entgehen
lassen. |
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| Süße Herausforderung mit und ohne Kalorien |
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Dass ein Produkt angenehm
süß schmeckt, reicht dem Konsumenten heute längst nicht mehr aus. Im Zuge der
Sport- und Gesundheitswelle sowie der Obesity-Diskussion analysiert der
Verbraucher auch die physiologische Wirkung der Süßungskomponente immer
genauer. Dieser komplexen Herausforderung muss sich die Getränkeindustrie
stellen. Mit Zuckern genauso wie mit Süßstoffen. Hochglykämischer Traubenzucker geht
schnell ins Blut, aber das führt zu einer hohen Insulinausschüttung. Folge:
Plötzlicher Unterzucker mit Heißhungerattacken. Mit diesem Argument werden
heute in Diät- und Sportlerkreisen zunehmend Zucker mit einem niedrigen
Glykämischen Index (GI) nachgefragt. Diese zeichnen sich durch eine gleichmäßige,
langsame Aufnahme in den Körper, eine geringe Beeinflussung des Insulinspiegels
und ein länger anhaltendes Sättigungsgefühl aus. Aktuelle Studien weißen
außerdem darauf hin, dass einige niedrigglykämische Zucker die Fettverbrennung
fördern, die Energie aus körpereigenem Fett also leichter zu mobilisieren ist.
Und aufgrund ihrer langsameren Verwertung gelten sie zum Teil auch als weniger kariesfördernd.
Ein zweiter Trend ist die Kombination
verschiedener Kohlenhydrate, die in Abhängigkeit der Belastung dem Körper den
idealen Energiemix anbieten - von schnell verfügbar bis lang anhaltend.
Weiterhin ein großes Thema ist natürlich: süß ganz ohne Kalorien. Im Bereich
Süßstoffe wird gegenwärtig auch eines der heißesten Eisen geschmiedet. Und zwar
Stevia, eine südamerikanische Pflanze, deren natürlicher Süßstoff unglaubliches
verspricht. Ihre getrockneten Blätter und das daraus gewonnenen Pulver sind 15-
bis 30-mal süßer als Zucker, statt Kalorien enthalten sie zahlreiche
Spurenelemente, auch die Zähne werden nicht angegriffen. Die Süße stammt von
der Stoffgruppe der Stevioside, deren Gehalt in den Blättern etwa 10 Prozent
ausmacht. Sie lassen sich zu einem Pulver extrahieren, das 250-mal süßer ist
als Zucker. In der EU
ist Stevia allerdings im Gegensatz zu Japan, Australien oder der Schweiz noch
nicht erlaubt. Der Zulassungsprozess läuft zwar, kann aber frühestens 2010/2011
abgeschlossen sein. Naschkatzen müssen sich also noch gedulden. Welche süßen
Alternativen bis dahin idealerweise eingesetzt werden, das zeigen auf der
drinktec u.a. Unternehmen wie Tatle&Lyle und Beneo-Palatinit - Stichwort
Süßungskonzepte. |
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Kontakt und Service |
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